Neues Backhaus soll ein Treffpunkt werden

Neues Backhaus soll ein Treffpunkt werden

04.10.2012 13:58

Bäckermeister Matthias Heislitz (links) führte den Ersten Beigeordneten Franz Jirasek durch die Baustelle des neuen Backhauses an der Kapellenstraße.
Bäckermeister Matthias Heislitz (links) führte den Ersten Beigeordneten Franz Jirasek durch die Baustelle des neuen Backhauses an der Kapellenstraße.

Nach dem Bauzeitenplan sollen schon ab 1. Januar 2013 in den Öfen im neuen Backhaus der Bäckerei Heislitz an der Kapellenstraße Brote und Brötchen und weitere Köstlichkeiten gebacken werden. „Ich glaub‘ dran!“ versicherte Bäckermeister und Bauherr Matthias Heislitz Anfang dieser Woche dem Ersten Beigeordneten und Wirtschaftsdezernenten der Gemeinde, Franz Jirasek bei einem Gespräch auf der Baustelle. Und wer verfolgt hat, wie schnell es dort in den vergangenen Wochen und Monaten voran gegangen ist, wird ebenfalls kaum daran zweifeln.

Mit den Rohbauarbeiten sei man derzeit zwar etwa um eine Woche in Verzug, so Heislitz, doch habe das Unternehmen die Baustelle „gut im Griff“. So könnten kleine Verzögerungen auch wieder aufgeholt werden. Durch wöchentliche Gespräche mit dem Bauleiter hält sich Heislitz auf dem Laufenden. Experten unter sich – der eine fürs Bauen, der andere fürs Backen. Der Bäckermeister würdigt die Arbeit des Bauleiters: „Der Mann muss an unglaublich viele Einzelheiten denken!“ Dabei dürfte es bis jetzt noch verhältnismäßig einfach sein, auf der Baustelle, wo etwas mehr als 20 Arbeiter beschäftigt sind, die Übersicht zu behalten.

„In zwei oder drei Wochen dürften es 50 bis 60 sein“, schätzt Heislitz. Denn im Zuge des Innenausbaus werden Mitarbeiter mehrerer Firmen parallel dort aktiv sein, im Sanitärbereich, Heizungs- und Lüftungsbau, Elektroinstallationen usw. „Spannend“ wird es nach Einschätzung von Heislitz am kommenden Montag, wenn die geräumige „Backstube“ ihre Decke erhält. Lkws werden bis zu 15 Meter lange Fertigbetonteile dafür auf die Baustelle bringen. Bereits eine Woche später sollen die großen Backöfen installiert werden. Hochmoderne Technik sorgt für einen sehr hohen Effizienzwert bei der Wärmerückgewinnung.

Neubau erfüllt schon Bedingungen von morgen
Natürlich sind bei einem solchen Neubau auch unzählige Vorschriften in Bezug auf die Hygiene zu beachten. Kleinlich ist Heislitz auch in dem Bereich keineswegs gewesen. „Wir erfüllen nicht nur die Bedingungen von heute, sondern haben uns auch mit der Frage auseinandergesetzt, was in fünf oder zehn Jahren notwendig sein wird und das bei unseren Planungen berücksichtigt“. Besonders stolz ist der Bauherr schon jetzt auf das „Gehirn“ des Backhauses, wo die Backzutaten portioniert und gewogen werden. „In vielen Bäckereien ist dieser Bereich nicht optimal eingerichtet“, weiß Heislitz. „Unsere Lösungen dafür dürften ganz sicher viele Betriebe interessieren“.

Der Gebäudeteil, in dem sich künftig die Backstube befinden wird, wirkt riesengroß. Doch der Eindruck wird sich relativieren, wenn erst einmal die Öfen wie auch die Kühlräume installiert sind. Mit dem Zugewinn an Fläche wird es möglich sein, mehrere Produktionsprozesse gleichzeitig ablaufen zu lassen und „Straßen“ für die Fertigung einzurichten. Künftig werden Besuchergruppen sich das dann alles von „oben“, von einer Art Galerie aus, betrachten können. Ganz sicher wird das Interesse an der Besichtigung eines solchen Backhauses hoch sein. „Das wollen wir ja auch erreichen“, betont Heislitz. „Unser Haus soll zu einem Treffpunkt werden“.

Der Verkauf der Backwaren wird zunächst vorübergehend in einem Container auf dem Gelände an der Kapellenstraße erfolgen. Etwa dort, wo sich jetzt das Baustellenschild befindet. Später wird es auch einen „Drive-In-Schalter“ geben. Das geplante Bistro-Café auf der linken Gebäudeseite kann nach derzeitiger Planung erst im Frühjahr 2013 eröffnet werden. „Wir müssen uns zunächst einmal auf die Produktion konzentrieren“, erklärt Heislitz den Ablauf nach Priorität.

Im Café sind insgesamt 90 Sitzplätze vorgesehen, weitere auf einer Terrasse davor. Die Gastronomie wird vermutlich auch Bewohner und Besucher des Pflege- und Betreuungszentrums anlocken, das auf der anderen Seite der Kapellenstraße entsteht. Für Fußgänger soll in Höhe der Bushaltestellen ein Fußgängerüberweg angelegt werden, mit einer gepflasterten Fläche als „Querungshilfe“ in der Fahrbahnmitte.

Dieser Artikel erschien am 04.10.2012
Quelle: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kriftel

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