Der Ofen soll noch 2012 glühen

Der Ofen soll noch 2012 glühen

09.04.2012 14:21

Als Baubeginn für die neue Backstube von Heislitz ist der Juli vorgesehen

An der Kapellenstraße wird bereits gearbeitet. Der Startschuss fürs Heislitz-Gebäude fällt aber erst im Sommer. Foto: Knapp
An der Kapellenstraße wird bereits gearbeitet. Der Startschuss fürs Heislitz-Gebäude fällt aber erst im Sommer. Foto: Knapp

Der Unternehmer aus Hofheim wird seinen Produktionsbetrieb an der Krifteler Kapellenstraße errichten. Die Zauneidechsen müssen "umziehen".

Es geht voran mit der gläsernen Backstube des Bäckermeisters Matthias Heislitz. Im April werde der Bauantrag eingereicht, sagte der Hofheimer auf Anfrage. Im Juli sollen dann schon die Bagger kommen, damit – so sein Ziel – "wir noch in diesem Jahr den Ofen anmachen", so Heislitz, denn: "Wer kein Ziel hat, weiß nicht, wo er hinlaufen soll."

Wie berichtet, soll auf dem 5500 Quadratmeter großen Areal an der Kapellenstraße der neue Produktionsbetrieb der Firma entstehen. Der bisherige Standort in der Marxheimer Mittelstraße platzte aus allen Nähten. Bei Heislitz ist jetzt Aufatmen angesagt, denn eigentlich hatte er schon viel früher bauen wollen. Planungsrechtliche Hindernisse kosten ihn Geld, Zeit und sicher auch Nerven. Bei der Investitionssumme hält sich der 45-Jährige jedoch bedeckt.

Die Arbeiten der Archäologen – das ist vorgeschrieben und für den Bauherrn eine teure Angelegenheit – brachten jedoch aufsehenerregenden Erkenntnisse. Pfostenlöcher seien es gewesen, erzählt Heislitz, jedoch keine verfüllten Gruben oder Fundstücke wie jenseits der Straße auf dem Areal, auf dem ein Pflegezentrum entsteht. Dort fand sich eine Keltensiedlung aus der Eisenzeit. Inzwischen wurden die Arbeiten jedoch eingestellt.

Die Umsiedlung der bedrohten Zauneidechsen auf Heislitz-Grundstück ist in trockenen Tüchern. Den Tieren wurde eine Fläche an der Bahnlinie zugewiesen. Bald schon – wenn es noch ein bisschen wärmer wird – werden sie eingefangen und wieder ausgesetzt.

Die Backstube wird etwa 700 Quadratmeter Grundfläche haben und etwa 70 Meter lang sein. Gläsern soll sie sein, den Bäckern kann bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut werden. Es soll ein Café mit 80 Sitzplätzen eingerichtet werden und ein Autoschalter, an dem man sich quasi im Vorbeifahren seine Brötchen kaufen kann.

Dieser Artikel erschien am 09.04.2012 im Höchster Kreisblatt (FNP)
Autor: nicht bekannt

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